
Achtsames Yoga – weniger leisten, mehr wahrnehmen
Achtsames Yoga ist mehr als die Ausführung von Körperhaltungen. Es ist eine Einladung, die Aufmerksamkeit nach innen zu richten und dem eigenen Erleben mit Offenheit, Neugier und Freundlichkeit zu begegnen.
Es geht nicht darum, eine Haltung möglichst perfekt auszuführen oder die eigenen Grenzen zu überwinden. Es geht darum, wahrzunehmen, was gerade da ist.
Was achtsames Yoga ausmacht:
Wahrnehmen statt bewerten: Wie fühlt sich eine Bewegung an? Was verändert sich in meinem Körper, meinem Atem und meinem Erleben?
Den Atem bewusst erleben: Der Atem wird zum Anker, der uns immer wieder in den gegenwärtigen Moment zurückführt.
Die eigenen Grenzen respektieren: Ich darf innehalten, eine Haltung verändern oder aus ihr herausgehen.
Neugierig statt leistungsorientiert sein: Es gibt kein perfektes Yoga. Jede Wahrnehmung ist eine Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen.
Im eigenen Tempo üben: Nicht das Erreichen einer bestimmten Haltung steht im Mittelpunkt, sondern die bewusste Verbindung von Körper, Atem und Geist.
Achtsames Yoga schafft auf diese Weise Raum für Selbstwahrnehmung.
Wir üben, unseren Körper wahrzunehmen, Körpersignale früher zu bemerken, Anspannung wahrzunehmen und zwischen Anstrengung und Überforderung zu unterscheiden.
Dabei geht es nicht darum, immer ruhig oder entspannt sein zu müssen. Auch Unruhe, Widerstand oder unangenehme Empfindungen dürfen da sein. Wir begegnen ihnen, soweit es sich sicher und stimmig anfühlt, ohne uns zu etwas zwingen zu müssen. Hier findet sich die „achtsame Haltung“ wieder, die Dinge mit Neugier, Offenheit und Anfängergeist zu betrachten statt uns für scheinbare Mängel wie Steifigkeit, Ungelenkigkeit, Kraftlosigkeit o.ä. zu verurteilen.
Gerade in einem Alltag, in dem wir häufig funktionieren, reagieren und Erwartungen erfüllen, kann achtsames Yoga eine wertvolle Möglichkeit sein, wieder bei uns selbst anzukommen.
Nicht höher, schneller, weiter. Sondern bewusster, freundlicher und verbundener.
Vielleicht beginnt die eigentliche Yogapraxis genau dort: in dem Moment, in dem wir aufhören, unseren Körper verändern zu wollen, und anfangen, ihm zuzuhören.
mit meinen Yogagruppen über ich montags um 10 Uhr sowie diesntags um 18 Uhr im Volkshaus Tungendorf, Neumünster.